Skulptural Digital

An vier digitalen Stationen können Besucher*innen ausgewählte Münzen und Medaillen aus der Sammlungspräsentation Skulptural. Die neuen Galerien als 3D-Digitalisate erkunden. Die Objekte lassen sich vergrößern, drehen und aus nächster Nähe betrachten. Ergänzende Texte und kreative Formate, wie zum Beispiel Chatinteraktionen zwischen den dargestellten Motiven, eröffnen einen anschaulichen und niedrigschwelligen Zugang zu Form, Bildsprache und Geschichte der Werke – auf Deutsch, Englisch und in Leichter Sprache. So kann man beispielsweise der Redewendung „Eulen nach Athen tragen“ unterhaltsam auf die Spur kommen und sich von Athena und der Eule erläutern lassen.

Die Gestaltung der digitalen Vitrinen greift dabei die historische Vorlage der Schauvitrinen von Alfred Lichtwark in der Hamburger Kunsthalle auf und übersetzt deren Prinzip in die Gegenwart. Die historische Idee des konzentrierten Betrachtens und eigenständigen Erkundens der Objekte wird in ein digitales Ausstellungserlebnis überführt: Statt die Werke ausschließlich hinter Glas zu betrachten, können Besucher*innen sie heute unmittelbar, aus unterschiedlichen Perspektiven und bis ins Detail erkunden. So verbindet das Projekt die Sammlungsgeschichte der Hamburger Kunsthalle mit zeitgemäßen Formen der digitalen Vermittlung. Dabei spielen interaktive Elemente sowie die Vermittlung in zugänglicher und unterhaltsamer Form eine entscheidende Rolle. Aus konservatorischen Gründen sind die haptische Erkundung und das Erleben der Original-Münzen nicht möglich. Skulptural Digital bietet hier die ideale Umsetzung unserer digitalen Strategie, die Erweiterung des Analogen durchs Digitale: Damit ergibt sich die Möglichkeit der genauen Beobachtung und Entdeckung von Details ausgewählter Münzen und Medaillen.