Jury 2021

Mariam Bachich

Digitale Vermittlungsprojekte an Museen sind zum großen Teil positive Möglichkeiten für die Museen wie auch für das Publikum. Sie helfen Museen hinter dem Ausstellungsraum zu öffnen und viele Kulturbestände sichtbar zu machen. Und auch eine große Zahl des Publikums in unterschiedlichen Ländern können die Kulturbestände eines Museum digital kennenlernen.“   

Mariam Bachich hat über zwölf Jahre lang in der Direktion für Antiquitäten und städtische Museen in Syrien gearbeitet. Seit 2013 wohnt sie in Berlin und hat in unterschiedlichen Projekten gearbeitet. Sie leitete das partizipative Syrien-Forschungsprojekt (Can Heritage Objects Represent a Home?) im Ethnologischen Museum-Berlin (2017-2020), und zurzeit ist sie die Kuratorin der Ausstellung des Projekts (Von… Bis… zarkashat Turathis – Durch Sammlungen verbunden) im gleichen Museum. Ihre Schwerpunkte und Interesse sind Partizipation und Kooperation in den Projekten des Kulturerbes.

Dr. Katja de Bragança

Ich bin beim DigAMus Award dabei, weil ich die digitalen Museums-Projekte entdecken möchte, die für alle Menschen erlebbar und zu verstehen sind sind.
Aus meiner Arbeit weiß ich, dass alle Inhalte verständlich vermittelt werden können – es muss nur gewollt sein.

Katja de Bragança ist 1959 in Norddeutschland geboren und dreht regelmäßig Kasper-Filme für ihre Enkel, die in Tasmanien leben. Sie ist in Goa (Indien) aufgewachsen und redet gerne mit fremden Menschen über den Tod. Ihre erste Erinnerung im Alter von zwei Jahren sind bayrische Gartenzwerge und sie träumt davon, endlich ein Lied auf dem Dudelsack spielen zu können. Am liebsten schreibt sie echte Postkarten, und gibt seit 1998 Jahren ein Magazin mit dem schönen Namen Ohrenkuss heraus. Sie findet Vorurteile interessant und hat das Bundesverdienstkreuz für ihre kreative Forschungsarbeit dazu bekommen. Die meisten ihrer Arbeits-KollegInnen besitzen ein Chromosom mehr als sie, denn sie haben das Down-Syndrom, früher sagte man dazu »Mongo«. 2005 war sie mit der Ohrenkuss-Redaktion in der Mongolei. Seit 2015 leitet sie das Forschungsprojekt TOUCHDOWN21, dort verbindet sie edelgant* ihre Leidenschaft fürs Puppenspiel mit seriöser Fachlichkeit und freut sich auf weitere Reisen durch die Welt, real oder virtuell!

*Wortfinderin: Angela Fritzen

Dr. Doreen Mölders

Ich unterstütze  den DigAMus Award, weil er bereits jetzt und in Zukunft ein wichtiger Impuls für die deutsche Museumslandschaft ist und sein wird. Er ist für Museen ein Anreiz, sich mit ihren Sammlungen und musealen Vermittlungsangebote in den digitalen Raum zu öffnen.

Dr. Doreen Mölders ist Leiterin des LWL-Museums für Archäologie, Westfälisches Landesmuseum in Herne. Zuvor war sie sechs Jahre Kuratorin am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Von 2005 bis 2010 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Universität Leipzig. Sie hat in Leipzig und Freiburg i. Br. Ur- und Frühgeschichte, Alte Geschichte und Klassische Archäologie studiert. Sie war Stipendiatin des Akademieprogramms Museion21 für Führungskräfte der deutschsprachigen Museumslandschaft der Alfred Töpfer Stiftung. Sie ist Sprecherin des Verbundprojekts »Museum als CoLabor: Öffne die Blackbox Archäologie«, das von der Kulturstiftung des Bundes im Programm Fonds Digital gefördert wird.

Peter Soemers

Liebt digitale Formate als wunderbare Ergänzung und notwendige Weiterentwicklung der Museumspraxis. Zitiert gerne einen weiteren Museumsbesucher: “Meistens laufe ich einfach durch das Museum, bleibe stehen und warte, welches Artefakt, Bild etc. mir etwas erzählt.

Peter Soemers lebt in Den Haag und hat ein Lizentiat der Theologie (Frankfurt/Main) und Wissenschaftlicher Dokumentar (Fachhochschule Potsdam) absolviert. Mittlerweile ist er pensioniert, davor arbeitete er als Datenbankmanager beim Niederländischen Wirtschaftsministerium.

Er bezeichnet sich selbst als „übereifriger Museumsbesucher“. Seit einigen Jahren ist er ehrenamtlich tätig in der Mitgliedervertretung vom Europeana Netzwerk (Councillor) und aktuell Vorsitzender der Europeana Communicators Community.

David Vuillaume

Ich glaube, dass die Museen ihre gesellschaftlichen Ziele noch besser durch Effizienz, Agilität und Digitalität erreichen können. Der DigAMus-Award zeigt, dass es auch kreativ und lustvoll gehen kann.

David Vuillaume ist Geschäftsführer des Deutschen Museumsbundes seit 2017. Er ist überzeugt, dass der digitale Wandel den Museen und ihren Trägern zahlreiche Chancen bietet. Angefangen bei der digitalen Objektaufnahme über digitale Vermittlungskonzepte bis hin zur Entwicklung digitaler Strategien.

Seit 2014 ist er Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Europäischer Museumsorganisationen (NEMO). David Vuillaume war zuvor elf Jahre lang Generalsekretär des Verbandes der Museen der Schweiz und von ICOM Schweiz, dem Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates.

Er hat Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Museologie, Germanistik sowie Betriebswirtschaft studiert und sammelte in diversen Museumsnetzwerken umfangreiche Erfahrungen. David Vuillaume vertritt den Museumssektor im Rahmen des Deutschen Kulturrates und ist Vorstandsmitglied der Schweizer Informationsstelle zum Kulturerbe.