Jury

Mechthild Eickhoff

„Digitale Vermittlungsprojekte an Museen – das klingt technokratisch; aber wer sich wirklich fragt, wie die Kultur-Aufgabe der Digitalisierung und Digitalität bedeutsam, mitreißend und sinnvoll gelöst werden kann, der sollte sichtbar werden. Preise können das zutage fördern. Und zwar das echte Querdenken und Querhandeln an besonderen Orten für und mit Menschen; Museen können mehr als nur ausstellen und gucken lassen!“

Mechthild Eickhoff ist seit Januar 2020 Geschäftsführerin des Fonds Soziokultur. Von 2013-2019 war sie als Leiterin der UZWEI – mit Ausrichtung auf Digitalität und Kultur sowie Kulturelle Bildung im neu eröffneten Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität tätig. Zuvor erwarb sie Einrichtungspraxis im Kulturzentrum Werkstadt in Witten (1997-2001) sowie als Geschäftsführerin des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen e.V.. Sie sammelte Stiftungserfahrung als Leiterin des Clusters Kulturelle Bildung bei der Stiftung Mercator und Mitglied im Beirat der Wissensplattform „Kulturelle Bildung online“/kubi-online.de.

Prof. Dr. Markus Hilgert

Foto: Goetz Schleser

„Digitale Vermittlungsprojekte an Museen tragen dazu bei, die gesellschaftliche Teilhabe an Museen zu erhöhen und zu diversifizieren. Deswegen freue ich mich, dass mit dem „digAmus-Award“ besonders gelungene Projekte ausgezeichnet und bundesweit sichtbar gemacht werden.“

Prof. Dr. Markus Hilgert ist Altorientalist und seit 1. Juni 2018 Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder. Von 2014 bis 2018 war Hilgert Direktor des Vorderasiatischen Museums im Pergamonmuseum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Von 2007 bis 2014 lehrte Hilgert als Professor (W3) für Altorientalistik an der Universität Heidelberg. An der Stiftung Preußischer Kulturbesitz initiierte Hilgert 2015 das Zentrum für digitale Kulturgüter in Museen“ (ZEDIKUM) und koordinierte von 2016 bis 2018 das nationale Verbundvorhaben „museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert wird.

Dr. Henning Mohr

Foto: Helena Grebe

„Ich unterstützte den Award für innovative digitale Vermittlungsprojekte an Museen, weil durch die Honorierung von Beispielen gelungener Praxis zukunftsweisende Herangehensweisen mehr Sichtbarkeit erhalten und dadurch andere Akteur*innen aus dem Kulturbereich für derartige Formate sensibilisiert werden.“

Dr. Henning Mohr leitet seit Januar 2020 das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft. In seiner Tätigkeit setzt er sich intensiv mit den Grundzügen einer innovationsorientierten Kulturpolitik auseinander. Vorher arbeitete er als Kultur- und Innovationsmanager, u.a. für das Deutsche Bergbau-Museum Bochum und die Zukunftsakademie NRW. Zwischen 2012 und 2016 promovierte Henning Mohr am DFG-Graduiertenkolleg »Innovationsgesellschaft heute« (TU Berlin, Institut für Soziologie) über die Innovationspotentiale künstlerischer Prozesse.

Sonja Thiel

„Ich unterstütze den „digAMus-Award“ weil wir mehr offene Kultur und vernetztes Denken und Handeln brauchen. Er inspiriert und macht die Chancen und Potentiale digitaler Bildung & Kommunikation deutlich – Im hybriden Museum ist Kultur ortsunabhängig und barrierearm zugänglich, gestaltbar und verhandelbar.“

Sonja Thiel ist Philosophin und Historikerin und brennt für digitale Bildungsformate und offene, innovationsorientierte Kultur der Teilhabe und Diversität. Sie war 2014-2020 Koordinatorin des digitalen Weiterbildungsprogramms museOn | weiterbildung & netzwerk an der Universität Freiburg. Als Kuratorin arbeitet sie bundesweit an teilhabeorientierten Sammlungs-, Ausstellungs- und Bildungsformaten.

Dr. Kathrin Zimmer

„Digitale Vermittlungsangebote bieten Museen die Chance, Reichweite und Radius zu erhöhen und mit den Besucher*innen auch außerhalb der Öffnungszeiten gelungen interagieren zu können. Viele Häuser experimentieren aktuell auf diesem Feld, um einen Mehrwert der Kulturvermittlung zu erzielen; dieses Experimentieren verdient Anerkennung und gelungene Projekte verdienen eine Auszeichnung.“

Dr. Kathrin B. Zimmer war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen und Kustodin am MUT Museum Universität Tübingen. Seit 2017 koordinierte sie die Themenplattform Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Kultur am Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) und seit April 2020 hat sie die Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Kunst und Kultur am Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst inne.