Günzburg in der NS-Zeit

Im Projekt Günzburg in der NS-Zeit wurde und wird die NS-Zeit in Günzburg im Rahmen eines offenen und auf Beteiligung ausgelegten Programms mit Schulen und der Günzburger Öffentlichkeit für die mobile App Geschichtsorte Günzburg aufbereitet. Das Heimatmuseum Günzburg wird dadurch zum Moderator einer transparenten und partizipativen Erinnerungskultur, die durch die digitale Präsentation im gesamten Stadtraum verortet ist. Geschichte wird hier nicht lediglich vermittelt, vielmehr bietet die digitale Plattform einen persistenten Ort medialer und emotionaler Auseinandersetzung mit Geschichte. SchülerInnen des Maria-Ward-Gymnasiums forschten in der ersten zweijährigen Projektphase im Stadtarchiv zu Orten, Ereignissen und Personen und präsentierten Ihre Erkenntnisse und Perspektiven in vielfältiger Weise, neben Texten und fiktiven Mikro-Histories auch über Hörspiele und analoge Kunstwerke (die in der App digital dokumentiert werden). Das Projekt ist nun in seiner zweiten Phase dauerhaft als offene Geschichtswerkstatt konzipiert, über die kontinuierlich weitere Inhalte in der Geschichtsorte App ergänzt werden. Während die einzelnen Komponenten des Projekts an sich technisch nicht neuartig sind (die Webapplikation basiert auf dem FabulApp Baukasten der Firma KulDig), zeichnet sich das Projekt durch die strategische und nachhaltig geplante Kombination aus App-Entwicklung, institutioneller Kooperation, Vermittlung und Arbeit mit zeitgemäßen Medienformaten aus.