Studio Digital

Kurze Beschreibung

Die interaktive Plattform Studio Digital bietet Schulen im gesamten Bundesgebiet einen Museumsbesuch direkt aus dem Klassenraum. Schüler*innen können hier mittels speziell entwickelter Kreativtools eigenständig Kunstwerke erstellen, speichern und veröffentlichen. Darüber hinaus wird auf der Online-Plattform Wissen über moderne und zeitgenössische Kunst anhand angebotener Funktionen, wie Ratespiele, Funfacts oder Podcasts lebendig vermittelt.

Lange Beschreibung

Aus originalen Bauteilen der Skulpturen von Nam June Paik einen eigenen Roboter bauen? Mit dem Geisterquiz die Figurengruppe Große Geister von Thomas Schütte kennenlernen? Oder mit AR-Masken-Filtern Bildwelten inszenieren, wie sie in Fotografien von Gauri Gill vorzufinden sind? Das alles und mehr bietet die speziell für den Kunstunterricht entwickelte interaktive Online-Lern-Plattform Studio Digital. Die Plattform wurde 2021 in einem agilen Arbeitsprozess bundeslandübergreifen von Mitarbeiter*innen des Kunstmuseum Wolfsburg, Schüler*innen des Max-Born-Gymnasium Backnang, der Agentur FuzzyFusion und externen Berater*innen entwickelt, um eine neuartige Begegnung zwischen Schule und Museum im digitalen Raum zu schaffen. Sie funktioniert auf Desktop, Tablet sowie auf dem Smartphone und ist kostenfrei ohne Anmeldefunktion zugänglich. Das Besondere an dem Projekt: Mit seiner Open Source Software stellt Studio Digital ein Entwicklungsmodell dar, welches nachhaltig und quelloffen in die Zukunft weist. Die Codebasis der Plattform steht für alle interessierten Museen, Institutionen und Entwickler*innen im Menü unter „Was ist Studio Digital?“ zum Download bereit. Während erste Partner*innen den Code für sich weiterentwickeln, hat auch das Kunstmuseum Wolfsburg sein Angebot erweitert. Zur aktuellen Ausstellung „Re-Inventing Piet. Mondrian und Folgen“ wurde die Plattform um einen Mondrian-Bereich mit einem weiteren Kreativtool, dem „Mondrian Maker“, ergänzt. Der Launch erfolgte auf der didacta, Fachmesse für Bildungswirtschaft in Stuttgart, im Beisein der am Projekt mitwirkenden Schüler*innen aus Baden-Württemberg. Mit der erfolgreichen Anwendung der Plattform von Schüler*innen und Lehrer*innen bundesweit, soll Studio Digital stetig weiterwachsen und auch in Zukunft junge Menschen motivieren, sich für Kunst zu interessieren. In Planung ist bereits die Erweiterung von Studio Digital um einen „KI-Makerspace“. Erstmals sollen hier unterschiedliche KI-Modelle wie ChatGPT, Stable Diffusion u.a. in eine museumspädagogische Plattform für den Kunstunterricht integriert werden.

Studio Digital wurde entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR.

Link zum Projekt

https://studiodigital.kunstmuseum.de/