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DigAMus goes Wikidata

Wie bereits über Twitter angekündigt, haben wir sämtliche eingereichten Projekte für den DigAMus-Award 2020 in Wikidata übertragen. Hierdurch wird ermöglicht, dass die Projekte über eine reine Auflistung hinaus nach verschiedenen Kriterien durchsuchbar gemacht werden. Für dieses spannende Vorhaben haben wir tatkräftige Unterstützung erhalten vom Open Sience Lab der TIB Hannover, namentlich von Prof. Dr. Ina Blümel und ihrem Team mit Nils Casties und Lucia Sohmen. Ina Blümel und ihr Team arbeiten in verschiedenen Drittmittelprojekten im Bereich OpenGLAM – auch mit Studierenden – und sind ausgewiesene Expert:innen im Feld der Knowledge Graphs und des Semantic Webs. Der Kontakt und Idee für die Darstellung von DigAMus als Wissensgraph in Wikidata – einer freien und offenen Wissensdatenbank, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen gelesen und bearbeitet werden kann – entstammt einer Konversation mit Ina Blümel im Anschluss unseres Beitrags bei der EuropeanaCon 2020. Es kam die Frage auf, warum wir die Informationen zu DigAMus nicht in Wikidata vorhalten anstatt in der Tabelle, damit Details auch von den Museen ergänzt und die digitalen Museumsangebote in ihrem Kontext von Institutionen, Orten, etc. abgefragt und visualisiert werden können.  Also sind die Daten nun in Wikidata übertragen sowie Abfragen zur Visualisierung erstellt worden.

Was passiert genau?

Wie gesagt, hatten wir sämtliche Einreichungen für den DigAMus in einer einfachen Tabelle gesammelt. Die daraus entstandene Linkliste ist derzeit hier zu finden. Möchte man aber noch weitere Informationen über die Einreichungen erfahren, wie beispielsweise …

  • in welche Kategorie des DigAMus-Awards ist das jeweilige Projekt eingeordnet?
  • welche Projekte waren für die Shortlist nominiert?
  • welche Projekte haben in welcher Kategorie den DigAMus-Award gewonnen?,

so muss man sich bisher durch die Website klicken bzw. gezielt nach den Projekten suchen.

Durch die Kooperation mit dem OSlab der TIB Hannover werden die eingereichten Projekte für den DigAMus-Award 2020 nun aus der Tabelle in Wikidata übertragen. Hierfür haben wir vorab für sämtliche Projekte basale Informationen, wie Hersteller:innen / Institution, Website, Art des Projekts, DigAMus-Kategorie und DigAMus-Zuordnung (Teilnahme, Shortliste, Gewinner:innen) angelegt. In Wikidata erhalten sämtliche Projekte zusätzlich jeweils einen eindeutigen Identifier. Einmal in Wikidata aufgenommen, können alle Einträge als Datenobjekte mit sogenannten SPARQL-Abfragen durchsucht werden, die es ermöglichen, die Projekte nicht nur direkt sondern auch explorativ zu durchsuchen. So werden auch die Vernetzungen der Projekte untereinander oder verschiedenen weitere Einträge innerhalb der Datenobjekte erfahrbar. Die Wikidata-Einträge können wiederum stetig mit weiteren und neuen Informationen zu den Projekten ergänzt und erweitert werden, so dass auch die Abfragen immer genauer und damit besser werden.

Da SPARQL und Wikidata für die User:innen auf den ersten Blick etwas überwältigend wirken können, werden wir vorgefertigte Abfragen bereitstellen, um die neuen Möglichkeiten zu demonstrieren und gleichzeitig einen guten Überblick über die eingereichten Projekte des DigAMus-Awards zu geben.

Die Projekte des diesjährigen DigAMus-Awards werden gleich mit der Einreichung ebenfalls in Wikidata eingespielt, so dass auch diese über Abfragen gemeinsam mit den Projekten von 2020 durchsucht werden können.

Beim DigAMus-Award geht es um digitale Projekte und wie diese die Möglichkeiten des digitalen Raums in allen Variationen nutzen. Durch die Übertragung der digitalen Projekte in Wikidata zeigt der DigAMus-Award nun selbst die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung und Wissensvermittlung.

Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit dem OSlab der TIB Hannover und möchten an dieser Stelle Prof. Dr. Ina Blümel, Nils Casties und Lucia Sohmen nochmals ganz herzlich danken!

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F&A

Die Idee

Der DigAMus-Award zeichnet besonders gelungene digitale Angebote an Museen im deutschsprachigen Raum aus. Wir vergeben die Preise für Angebote, die sich an Besuchende von Museen und anderen GLAM-Institutionen richten und dabei digitale oder aber hybride (digital & analog) Vermittlungstools verwenden. 

Welche Angebote können eingereicht werden? 

Eingereicht werden können all jene Angebote, die sich an Besuchende (virtuell oder analog) von Museen und anderen GLAM-Institutionen (Galleries, Libraries, Archives, Museums) richten und dabei digitale oder aber hybride (digital & analog) Vermittlungstools verwenden. Hierunter fallen z.B. Social Media Kampagnen, aber auch Apps, Webseiten oder virtuelle Rundgänge (siehe auch Kategorien). Wir freuen uns über alle Einreichungen – zum Beispiel auch aus Österreich und der Schweiz.

Die Projekte müssen nicht zwingend aus dem Jahr 2021 sein, sollten aber eine gewisse Aktualität aufweisen.

Kann ich mich als Nutzer*in bewerben oder muss ich das Angebot selbst umgesetzt haben?

Digitale/hybride Museumsangebot können von Nutzer*innen als auch von den jeweiligen Entwickler*innen eingereicht werden. Hast Du das Angebot selbst entwickelt? Umso besser, dann erzähl uns mehr dazu bei der Einreichung. 

Welche Kategorien gibt es? 

Der DigAMus-Award wird in den folgenden Kategorien verliehen: 

  1. Apps & Games
  1. Hybrides Angebot (online und offline werden verknüpft)
  1. Webseite oder Online-Ausstellung
  1. Social Media Aktionen
  1. Podcasts

Darüber hinaus wird der DigAMus-Award in zwei Sonderpreis-Kategorien verliehen: 

  1. Kleines Budget
  1. Inklusion & Integration

Und dann gibt es noch den Publikumspreis. Nach Ende der Einreichungsfrist entscheiden die Nutzer*innen, welches Angebot sie am besten finden. Das Voting hierfür startet am 24. September. 

Wie reiche ich ein digitales / hybrides Museumsangebot ein? 

Du hast ein tolles digitales oder hybrides Museumsangebot entwickelt? Du bist begeistert von einem digitalen / hybriden Museumsangebot, dass Du gerade erst getestet hast? Perfekt! Damit ist der erste Schritt schon getan. Jetzt musst Du uns nur noch davon erzählen. Hier findest Du unser Einreichungsformular. 

Erzähle uns ein bisschen über das Angebot. Vielleicht hast Du einen Link und kannst uns erklären, was Dich daran begeistert hat. Klicke dann an, in welche Kategorie Du das Angebot einordnen würdest (ist es z.B. ein Video oder eine Webseite). Das ist wichtig für uns, weil wir alle Einreichungen in Wikidata übertragen. Danach wählst Du aus, in welcher Kategorie und für welchen Sonderpreis Du das Angebot nominieren möchtest. Und dann hast Du es fast geschafft. Solltest Du das Angebot selbst entwickelt haben, dann freuen wir uns, wenn Du uns noch mehr Informationen geben könntest (siehe Formular). 

Einreichungsfrist ist der 17. September. Danach wird aus allen Einreichungen eine Shortlist erstellt, aus der dann die Jury die Preisträger auswählt. Zeitgleich startet die Wahl für den Publikumspreis. 

Du bist unsicher, ob das Angebot passt? Lass Dich inspirieren und schau Dir die Einreichungen vom letzten Jahr an. 

Wer entscheidet? 

Aus allen Einreichungen, die bis zum 17. September bei uns eintrudeln erstellt das DigAMus-Award Team eine Shortlist. Aus der wiederum wählt dann die Jury die Preisträger für den DigAMus-Award 2021. 

Für die Auswahl der Einreichungen richten wir uns an festgelegten Kriterien: 

  • Inklusion
  • Teilhabe
  • Erlebnis
  • Technik
  • Vermittlung 
  • Nachhaltigkeit

Weitere Informationen zu den Kriterien findest Du hier

Auch die Jury richtet sich nach diesen Kriterien. Außerdem arbeiten sie mit einem vom DigAMus-Award Team ausgearbeiteten Punktesystem und es wird eine Jury-Sitzung geben, bei der alle Angebote von der Shortlist diskutiert werden.  

Und schließlich entscheidet ihr – die Nutzer*innen – im Publikumsvoting, wer euer Favorit ist. 

Wann wird der DigAMus-Award verliehen? 

Der DigAMus-Award wird in diesem Jahr am 15. Oktober verliehen. Wie im letzten Jahr arbeiten wir hier mit dem Team des Münchner Science and Fiction Festival zusammen, das vom 16. bis 17. Oktober in München stattfinden wird. Die Verleihung wir dagegen virtuell im Mozilla Hub des Festivals stattfinden. Wer wissen möchte, wie das aussieht findet hier das Video von der Verleihung 2020. 

Was erhalten die Preisträger?

Die Preisträger erhalten eine gedruckte Figur des DigAMus-Award (soweit wir auch in diesem Jahr wieder einen Sponsor finden) und eine Urkunde. Auch alle Angebote auf der Shortliste erhalten eine Urkunde. Da es sich beim DigAMus-Award um ein ehrenamtliches Projekt handelt, können wir leider keine Preisgelder verleihen.

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Team

Katharina Bock ist Doktorandin an der Queen’s University Belfast. Dort forscht sie zu Strategien und Möglichkeiten Digitales Storytelling und Online Oral History in Vermittlung, Outreach-Projekten und Gemeinschaftsentwicklung einzusetzen. Vor dem Sprung auf die “grüne Insel” arbeitete sie im Projektteam für das Deutsche Museum Nürnberg und absolvierte zeitgleich ein berufsbegleitendes Studium zum M.A. in Museumspädagogik | Bildung und Vermittlung. Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Natur- und Geisteswissenschaften mit Fokus auf digitale Anwendungen interessieren sie besonders.

Foto von Andrea Geipel

Dr. Andrea Geipel ist Leiterin des VRlabs am Deutschen Museum und koordiniert dort ein Projekt zu AR/VR in der musealen Vermittlung im Zuge des Verbundprojekts museum4punkt0. 2020 hat sie gemeinsam mit Abhay Adhikari die Online-Kursreihe „Meaning Making“ entwickelt. Nach ihrem Studium der Sportwissenschaften und einem kurzen Abstecher in die Neuropsychologie promovierte sie am Munich Center for Technology in Society zur Frage, welchen Einfluss Plattformlogiken auf Wissenschaftskommunikation haben. Sie interessiert sich zentral für die multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kunst, Kultur und Technik.

Rebecca Müller ist als Vertreterin der „Jungen Generation“ beim DigAMus Award dabei. Letztes Jahr hat sie ihr Abitur absolviert und durfte bei Anke von Heyl als digitale Praktikantin in die Welt der Kunst- und Kulturvermittlung schnuppern. Seit Mai 2021 hat sie ihren Bundesfreiwilligendienst im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg beendet. Jetzt ist sie auf dem Weg weiter ihre Fühler in die Welt der Museen auszustrecken und interessiert sich dabei besonders für digitale Wege, um Kultur an Interessierte zu vermitteln.

Sonja Thiel ist Historikerin, Philosophin und Museologin. Seit 2021 ist sie tätig als Kuratorin und Projektleitung für KI-Entwicklung am Badischen Landesmuseum Karlsruhe und kümmert sich um das deutschsprachige Netzwerk zu KI & Museen. Davor war sie für verschiedene kulturhistorische Museen bundesweit als Kuratorin mit Fokus auf partizipative Prozesse tätig sowie zuständig für die Programmentwicklung des digitalen Akademieprogramms museOn|weiterbildung & netzwerk an der Universität Freiburg. Sie interessiert sich für Möglichkeiten von offener Kultur, offenen Lernumgebungen, Open Code & Open Linked Data.

Johannes Sauter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum und verantwortet dort den Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen wie KultSam und NFDI4Memory. Während und nach seinem Studium der Kunstgeschichte und Germanistik beschäftigte er sich mit Kunstinventarisierung und Datenbank-Administration sowie einer Konzeptentwicklung für die Digitalisierung des Nachlasses des Kunsthistorikers Wilhelm Vöge. Er interessiert sich für die Vernetzung und (Nach-)Nutzung digitaler Objekte und Werkzeuge. Gemeinsam mit Andrea Geipel hat er „das digitale Objekt“ am Deutschen Museum gegründet.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Anke_von_Heyl_klein.jpg

Anke von Heyl M.A. ist Kunsthistorikerin, arbeitet seit 2002 freiberuflich in Projekten für Museen und Kultureinrichtungen deutschlandweit und betreibt seit 15 Jahren ein erfolgreiches Kulturblog. Sie ist auf die Besucherorientierung spezialisiert und als Social-Media-Expertin berät sie Kulturbetriebe bei der digitalen Kulturvermittlung. Mit Seminaren, Vorträgen und Moderationen arbeitet sie schwerpunktmäßig im digitalen Raum. Anke von Heyl ist unter anderem als Beraterin für Kulturentwicklungsplanungen tätig.

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Publikumsvoting 2020 – die ersten 10 Plätze

Auf mehrfachen Wunsch hin haben wir uns entschieden, hier aus dem Publikumsvoting ein kleines Ranking zu bauen. Wir veröffentlichen die ersten zehn Plätze nach den erhaltenen Votes:

1- Das Panzermuseum
YouTube-Kanal                                                            

2 – Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim
Verschiedene Themenwochen auf den Social-Media-Kanälen des Freilandmuseums    

3 – Heimatmuseum Müllrose
Online Ausstellung „101 x Müllrose (1963 – 1984) Aus dem Archiv der Fotografin                                                                     

4 – Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Zeitgeschichte(n) – Der Museumspodcast                                                          

5 – Bibelmuseum Münster
Minecraft Babel                                                                              

6 – Stadtmuseum Berlin
berlinHistory App                                                                

7 – KZ – Gedenkstätte Dachau     

 AR-App „Die Befreiung“                                                                  

Zeppelin-Museum
Debatorial zur Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“                                                                             

9 – Badisches Landesmuseum
„Kaffee mit Kolleg*innen“, Podcast                                           

10 –Museum der Universität Tübingen MUT
Dental | Things – eine zahnmedizinische Online-Ausstellung                                                                 

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Wie alles begann

Wie alles begann

Bereits im Februar 2020 kam die Idee in einem Pausengespräch auf einer Tagung auf – also noch vor dem Lockdown. Wir unterhielten uns über Möglichkeiten, best practices digitaler Museumsangebote mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ein Award schien uns eine tolle Möglichkeit, diese glänzen zu lassen und gleichzeitig andere zu mehr Experimenten in diesem Bereich zu motivieren.. 

Als dann der Lockdown kam und immer mehr neue digitale Projekte entstanden war klar, dass wir nicht mehr lange nach Sponsor*innen oder größeren Partner*innen suchen, sondern einfach machen wollten. Wir haben uns ein bisschen den Kopf zerbrochen, welchen Namen wir dem Award geben könnten. Und haben auf einen schon länger gebräuchlichen Hashtag auf Twitter zurückgegriffen: DigAMus für Digitale Angebote der Museen. 

Die Orga hat uns zunächst nicht geschreckt – schließlich sind wir alle erfahren im Tagungsbusiness. Aber so ein Award ist doch noch einmal etwas anderes – wie wir jetzt wissen. 

Der Award sollte dann auch stilecht im Rahmen des Symposiums „Das digitale Objekt“ verliehen werden. Allerdings war es uns von Anfang an ganz wichtig, die Planung des Awards unabhängig vom Deutschen Museum zu gestalten – so wie auch die Jury-Mitglieder unabhängig von Museen sein sollten. Schließlich sollten alle Museen die gleichen Chancen haben einen Preis zu bekommen.

Als wir dann mit der Ausschreibung live gingen, tröpfelte es zunächst ein bisschen. Allerdings nahm das Ganze schnell Fahrt auf und am Tag der Deadline für die Einreichungen kamen noch fast 50 Projekte – die alle noch auf die Website eingepflegt werden wollten!

Planungen

Tatsächlich hatten wir zu Beginn unserer Planungsphase noch befürchtet nicht ausreichend Einreichungen zu erhalten. Deshalb entschieden wir uns dafür, nicht bereits vorab Kategorien festzulegen.  Schließlich war die Webseite recht einfach aufgebaut, der Twitter-Kanal noch ganz frisch und keiner wusste, was wir vorhatten. 

Und dann hat uns die digitale Museums-Community überrascht und überrollt! Bis zum Einreichungsschluss Ende September 2020 erhielten wir unglaubliche 129 Zusendungen. Wir waren überwältigt und begeistert – nicht nur von der Anzahl der Projekte, sondern auch von der Bandbreite der vorgestellten Inhalte, der Diversität der digitalen Medien und Museen. 

Daraus eine Shortlist zu erstellen war absolut keine einfache Aufgabe für uns und wir diskutierten viel und lange, bis die insgesamt 6 Kategorien und 24 Projekte feststanden. Besonders wichtig waren uns hier die Kategorien “Integration & Inklusion” sowie der “Sonderpreis für Projekte mit wenig Budget”. 

Einerseits wollten wir vor allem auch jenen Projekten Sichtbarkeit verschaffen, die sich ganz speziell mit Fragen zur Integration und Inklusion beschäftigen – um damit auch die Diskussion zu öffnen für die eigentlich notwendige Selbstverständlichkeit diese beiden Aspekte bei der analogen sowie digitalen Vermittlungsarbeit immer mitzudenken. 

Mit dem Sonderpreis wollten wir zudem verhindern, dass nur diejenigen Projekte ausgezeichnet werden, die auch über besonders viele Mittel verfügen. Für uns sind auch besonders die Angebote spannend, die kreativ mit wenig Mitteln viele Menschen erreichen. 

Und nach der Veröffentlichung der Shortlist begann erst die richtige Arbeit – nun war unsere Jury dran. Und an dieser Stelle ein großer Dank an die unglaublich tollen Menschen von der Jury 2020, dass sie sich der Aufgabe gestellt hat, 24 Projekte anhand der Kriterien Immersion, Partizipation, Innovation, Vermittlung, Nachhaltigkeit und Inklusion zu bewerten. Wir werden dieses Jahr eine ebenso tolle neue Jury haben, mit der wir auch eine Jury-Sitzung veranstalten werden, bei der es sicher viel zu diskutieren gibt.

Daneben wollten wir aber auch dem Publikum die Chance geben eigene Lieblingsprojekte zu bestimmen – auch gerade für diejenigen, die wir nicht auf die Shortlist gewählt hatten. Auch 2021 werden wir diese Möglichkeit wieder mit der Bekanntgabe der Shortlist freischalten.

Auch dies wird 2021 wieder passieren: Die Award-Ceremony in einem virtuellen Raum. Ronit Wolf und Marcus Morba haben uns 2020 tatkräftig unterstützt und werden das auch in diesem Jahr wieder tun.

Was uns besonders gefreut hat: es gab sogar einen kleinen DigAMus-Award stilecht als vergoldete 3D-Figur (hier sei Marcus Morba ganz herzlich für die Umsetzung gedankt). Zu der Figur nur noch ein kurzes Wort: bei der Gestaltung war uns wichtig verschiedene Sammlungsinhalte anzusprechen – so steht die VR-Brille für technikhistorische, der Blätterkranz für naturhistorische und die Büste für kunst- und kulturhistorische Inhalte. 

Learnings

Wir haben eine Menge gelernt im letzten Jahr. Und wissen jetzt, an welcher Stelle wir so weitermachen können und wo wir Prozesse und Abläufe besser, professioneller gestalten müssen. Beispielsweise müssen wir für ein Publikumsvoting ein besseres und stabileres Werkzeug finden – am idealsten wäre eines, bei dem man den Eingang der Votings live verfolgen kann. Wir arbeiten noch daran!!!

Noch ein Award? Das war unsere erste provokante Frage, als wir die Idee hatten. Jetzt sehen wir, wie wichtig gerade die Sichtbarkeit der eingereichten Projekte ist. Und wir sind unglaublich glücklich über die tolle Zusammenarbeit mit Wikidata, die uns eine perfekte Grundlage für spannende Abfragen geliefert haben. Darauf kann nun mit den nächsten Einreichungen aufgebaut werden.

Eines ist ganz klar: wir wollen das weiterhin aus der Community und mit der Community gemeinsam stemmen. In diesem Sinne: wir freuen uns sehr auf die ganzen Einreichungen zum DigAMus Award 2021!!


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Über 100

Wir sind überwältigt. Als wir am Vortag des Einsendeschlusses noch bei gut 80 eingereichten Digital-Projekten von Museen lagen, hat uns der Ehrgeiz gepackt:

Nun ja, was soll ich sagen. Bis eine Minute vor Mitternacht kamen noch fast 50 Projekte in den Posteingang geflattert. Da wir alle auch nach der Deadline auf der Seite eingestellt haben wollten, wurde es eine lange Nacht (und an dieser Stelle noch einmal „Sorry“ für den ein oder anderen Übertragungsfehler!)

Die Seite mit den Einreichungen hat mittlerweile das erreicht, was wir für den DigAMus-Award insgesamt auch als Fernziel vorgesehen hatten: die tolle Arbeit an digitalen Projekten im deutschsprachigen Museumsbereich öffentlich zu machen und möglichst viele Beispiele zu sammeln. Wenn wir so auf die 129 Einrichungen blicken, dann lassen sich ein paar Dinge schon jetzt sagen:

Es gibt überproportional viele Podcasts. Gefolgt von virtuellen Rundgängen und mobilen Websites. Aber auch viele Insta-Lives wurden eingereicht. Besonders erfreulich ist, dass wir auch explizit inklusive Projekte dabei haben. Wir hatten übrigens Projekte dabei, die gleich zweimal eingereicht wurden und ein Projekt wurde sogar insgesamt dreimal eingereicht! Das ist schon mal ein spannender Vorgeschmack auf das Publikums-Voting, wo ihr euch dann so richtig austoben könnt (wir starten das Ende der Woche).

Jedes der eingereichten Projekte lohnt eine intensive Auseinandersetzung, denn man kann von solchen Beispielen viel lernen.

Wir verabschieden uns wieder hinter die Kulissen und arbeiten fieberhaft an der Shortlist, die wir ebenfalls am Ende der Woche veröffentlichen und an die Jury weiterleiten werden.