DigAMus-Award neu denken

…oder “When you see your friends at the club and realize you’re all terrible dancers.”

Anfang August war es endlich so weit: Wir haben uns zum ersten Mal für eine gemeinsame Klausurtagung in Karlsruhe getroffen. Nur Rebecca musste krankheitsbedingt leider zuhause bleiben. Dank der perfekten Organisation von Sonja hatten wir hier einen ganzen Tag in einem kleinen Hinterhof-Atelier Zeit, um über die zukünftige Ausrichtung des DigAMus-Award zu diskutieren. In diesem Jahr ist unser Team nochmal gewachsen und wir konnten Marta und Max als weitere ehrenamtliche Kolleg:innen begrüßen. 

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen ging es in einen Tag voller Diskussionen, Brainstorming und mit ausreichend Keksen. Am Ende haben wir ein paar wegweisende Entscheidungen getroffen und zur Belohnung gab es dann noch einen Ausflug zur Karlsruher Museumsnacht ins ZKM, KI-Kunst bestaunen, Computerspiele spielen und natürlich den Meme-Generator ausprobieren. 

Was wir alles entschieden haben, stellen wir euch hier in Kürze vor. Eines noch vorab: Alle unsere Entscheidungen basieren dabei auch auf euren Antworten in den letzten Umfragen (siehe Grafik). 

Die Preisverleihung 

Wir haben beschlossen, zur Preisverleihung im Online-Format zurückzukehren. Diese Entscheidung ermöglicht es uns, eine breitere Zielgruppe zu erreichen und die digitale Sichtbarkeit der ausgezeichneten Projekte zu erhöhen. So kommt zusammen, was zusammen gehört: eine digitale Preisverleihung für digitale Angebote. Aber keine Sorge, auch hier werden wir für das richtige Oscar-Feeling sorgen. Den geeigneten Rahmen dafür sprechen wir gerade ab. 

Was gleich bleibt, ist unsere wertvolle Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund. Hier möchten wir weiter Synergien schaffen und digitale Museumsangebote fördern. 

Wikidata

Ein weiteres zentrales Ergebnis unserer Klausur ist, dass wir uns in Zukunft noch mehr auf unsere Datenbank digitaler GLAM-Angebote bei Wikidata konzentrieren werden. Wir möchten diese Datenbank so aufbereiten, dass sie für verschiedene Zielgruppen leichter zugänglich ist und auch die Museen aktiv damit arbeiten können. Wir möchten die gesammelten Daten aber auch noch deutlicher in die Forschung hineintragen und hier neue Kooperationen eingehen. Hier sind wir jederzeit ansprechbar, solltet ihr Forschungsvorhaben planen, bei denen die DigAMus Daten von Nutzen sein könnten. 

Einreichprozess

Ein weiterer wichtiger Schritt, den wir beschlossen haben, ist der Abschied vom Konzept hybrider Angebote. Zukünftig können nur noch Projekte eingereicht werden, die online zugänglich sind. Digitale Angebote, die ausschließlich vor Ort in Ausstellungen genutzt werden können, fallen damit aus dem Bewerbungsprozess heraus. Diese Entscheidung basiert auf zwei wesentlichen Überlegungen: Zum einen können wir als ehrenamtliches Team der Bewertung solcher nur vor Ort nutzbaren Angebote nicht gerecht werden. Zum anderen möchten wir den digitalen Zugang zu musealen und GLAM-Angeboten aktiv fördern.

Kategorien und Kriterien

Wir haben uns dafür entschieden, den DigAMus Award konsequenter an den Bewertungskriterien auszurichten. Kurz gesagt: Die Kriterien werden zu den Kategorien, in denen die Awards vergeben werden. So richten wir den Fokus auf das, worauf es bei digitalen Angeboten ankommt: Awards für Innovation, Barrierefreiheit, beste Nutzer*innenerfahrung, technische Lösungen mit Mehrwert und gute Bildungsansätze – unabhängig davon, ob es sich um eine virtuelle Ausstellung, ein Spiel oder einen Podcast handelt. Dabei bleiben alle unsere Kriterien als zentraler Bewertungsmaßstab in allen Kategorien als Querschnitt erhalten. Es reicht also beispielsweise nicht, „nur“ besonders innovativ zu sein und dabei Zugänglichkeit zu vernachlässigen. In einem weiteren Blogpost werden wir näher auf diese Entscheidung eingehen, um die Bewertungskriterien transparent und nachvollziehbar zu machen.

Mit dieser Neuausrichtung möchten wir uns noch stärker auf die Umsetzung der Projekte konzentrieren und deren Wirkung im digitalen Raum hervorheben. Damit reagieren wir aktiv auf die Umfrageergebnisse, Themen wie Innovation mehr in den Fokus zu nehmen und die Unschärfe zwischen den zuvor definierten Kategorien zu minimieren. Wir werden dann schauen, wie diese Querschnittsthemen in einzelne Kategorien überführen, die dann für die Preisverleihung eine Rolle spielen werden. Selbstverständlich wollen wir den Publikumsaward auch weiter im Programm belassen und wir sind gerade dabei, hier den Abstimmungsvorgang noch zu optimieren. 

Die Klausurtagung war ein großer Erfolg für uns. Seit der Gründung des Awards hatten wir endlich mal wieder Zeit uns zu überlegen, was wir eigentlich erreichen möchten. Wir fühlen uns gestärkt und motiviert. Dennoch kommt ganz schön viel Arbeit auf uns zu. Der Termin für die nächste Preisverleihung steht daher noch nicht fest, aber wir halten euch selbstverständlich auf dem Laufenden über alle Entwicklungen und Fortschritte.

Wir freuen uns auf eine spannende Zeit voller neuer Ideen und Herausforderungen und sind gespannt darauf, wie sich der DigAMus-Award weiterentwickeln wird! Bleibt dran!

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